Von KI generierte "Recherche" an deinen eigenen Anwalt zur Einreichung weitergeben
Fahrlässig und rücksichtslos landen an verschiedenen Orten. Keiner davon ist ein Ort, an dem du erklären willst, wie du dorthin gekommen bist.
Dies ist keine Rechtsberatung. Sally nimmt Verhalten und Anwendungsfalle allgemein aufs Korn, nie deine konkrete Situation, und nichts hier ersetzt einen echten Anwalt. Die Falle sind echt; was du daraus machst, ist Sache zwischen dir und jemandem, der dazu befugt ist, es dir zu sagen.
Ein Nicht-Jurist füttert seinen Anwalt mit KI-generierten Fallzitaten, die der dann in einen Schriftsatz packt.
United States v. Cohen (In re Cohen)
S.D.N.Y., order Mar. 2024 (docket-level) · US (S.D.N.Y.)
Michael Cohen gab erfundene Fallzitate, die Google Bard generiert hatte und die er für eine aufgemotzte Suchmaschine hielt, an seinen Anwalt weiter, der sie einreichte.
Richter Furman sah von einer Sanktion ab und nannte das Verhalten fahrlässig, aber nicht bösgläubig. Eine knapp verfehlte Katastrophe, kein sicherer Hafen.
Hier verläuft eine echte, schmale Grenze. In einem Fall gab ein Beklagter erfundene Zitate eines Chatbots an seinen Anwalt weiter, der sie einreichte. Der Richter sah von einer Sanktion ab und nannte das Verhalten fahrlässig statt bösgläubig. Das ist kein sicherer Hafen. Es ist eine knapp verfehlte Katastrophe, die von den konkreten Umständen abhing.
Der Kontrast zu den berühmten Sanktionsfällen ist die ganze Lektion: Der Unterschied zwischen Strafe und Freispruch kann am Vorsatz hängen, und du darfst nicht im Nachhinein entscheiden, auf welche Seite dieser Linie ein Gericht dich stellt.
“Du bist davongekommen, weil der Richter glaubte, du seist bloss unachtsam gewesen. Das ist das Kompliment, um das du gekämpft hast?”
- 01Wenn du deinem Anwalt Recherche übergibst, sag ihm genau, woher sie stammt, damit er sie richtig überprüfen kann.
- 02Präsentiere KI-Output nicht so, als hättest du ihn bestätigt. Lass den Profi ihn als roh und ungeprüft behandeln.
- 03Geh davon aus, dass jedes Zitat, das du nicht selbst herausgezogen hast, unbestätigt ist, bis eine qualifizierte Person etwas anderes sagt.
Keine Rechtsberatung. Allgemeiner Kommentar zu einem Anwendungsfall, nicht zu deiner Situation. Sprich mit einem echten Anwalt, bevor du handelst.