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Annehmen, "öffentlich verfügbar" bedeute frei zum Scrapen und Trainieren

Sichtbar und erlaubt sind nicht dasselbe Wort. Leute zahlen weiterhin Anwälte, um den Unterschied zu lernen.

By Cynical SallyIssue Nº 1

Dies ist keine Rechtsberatung. Sally nimmt Verhalten und Anwendungsfalle allgemein aufs Korn, nie deine konkrete Situation, und nichts hier ersetzt einen echten Anwalt. Die Falle sind echt; was du daraus machst, ist Sache zwischen dir und jemandem, der dazu befugt ist, es dir zu sagen.

The use-case

Massenhaft öffentliche Webdaten scrapen, einschliesslich persönlicher Informationen, um einen Trainingsdatensatz aufzubauen, nach der Theorie, öffentlich gleich Freiwild.

This actually happenedA real case, in full
The receiptOngoing / pending

Clarkson Law Firm class actions v. OpenAI / Google

No. 3:23-cv-03199 (N.D. Cal., 2023) · US (N.D. California)

What happened

Sammelklagen behaupteten, das Scrapen von Milliarden von Wörtern und privaten Nutzerdaten zum Trainieren von Modellen ohne Einwilligung verletze Datenschutzrechte.

The outcome

Verfahrensrechtlich angeschlagen und eingeengt oder zurückgezogen, also kein Sieg in der Sache. Bedeutsam als erste grosse "Scrapen gleich Datenschutzverletzung"-Theorie. Zu zitieren als Theoriegeber.

Why

Umfassende Sammelklagen vertraten die Theorie, dass das Scrapen von Milliarden von Wörtern und persönlichen Details zum Trainieren von Modellen ohne Einwilligung Datenschutz- und Datenrechte berührt. Einige dieser konkreten Klagen scheiterten an Verfahrensfragen, also behandle sie als Theoriegeber statt als Siege. Aber die Theorie selbst liegt nun fest auf dem Tisch.

Öffentliche Sichtbarkeit geht um Zugang, nicht um Erlaubnis. Dass ein Foto, ein Beitrag oder ein Profil erreichbar ist, sagt nichts darüber aus, ob du es in ein kommerzielles Modell einspeisen darfst. Diese zweite Frage hat ihre eigenen Regeln, und die werden strenger.

Du hast es öffentlich verfügbar genannt, als ob das die Sache erledigt. Die Kläger nannten es ihre persönlichen Daten, und sie brachten Anwälte mit.

What to do instead
  • 01Bilde ab, woher deine Trainingsdaten tatsächlich kommen und ob du das Recht hast, sie so zu nutzen.
  • 02Bevorzuge lizenzierte, einwilligungsbasierte oder klar erlaubte Quellen gegenüber "wir haben gescrapt, was wir erreichen konnten".
  • 03Geh davon aus, dass personenbezogene Daten an einem öffentlichen Ort weiterhin Pflichten tragen. Das tun sie meistens.

Keine Rechtsberatung. Allgemeiner Kommentar zu einem Anwendungsfall, nicht zu deiner Situation. Sprich mit einem echten Anwalt, bevor du handelst.