Reality Awaits
The Strokes ยท Indie Rock
โIhr musstet euch nicht neu erfinden, ihr musstet nur so klingen, als wolltet ihr noch hier sein, und in den besten Momenten tut ihr das endlich.โ

Sechs Jahre nach The New Abnormal kehren The Strokes mit Reality Awaits zurueck, ihrem siebten Album, produziert von Rick Rubin und angekuendigt durch zwei Singles, die nahelegen, dass eine Band sich endlich wieder entspannt damit anfreundet, eine Band zu sein. Going Shopping ist locker, melodisch und sommerlich, Falling out of Love hat dieses muehelose Jangeln, das die Nachahmer nie ganz hinbekommen haben, und Albert Hammond Jr. versprach eine Platte, die lockerer ist als ihre Vorgaengerin. Nach den ersten Anzeichen sagt er die Wahrheit. Der Haken ist, wie immer bei The Strokes, der Unterschied zwischen locker und faul. Das ist eine Band, die 2001 die Musik veraenderte und zwei Jahrzehnte lang an ihren eigenen ersten elf Songs gemessen wurde, ein Fluch, den keine Menge Rick-Rubin-Raeucherstaebchen aufheben kann. Tracktitel wie Psycho Shit und Going to Babble On lassen auf eine Gruppe schliessen, die Spass hat, was wunderbar ist, doch Spass war nie die Frage. Die Frage ist, ob Julian Casablancas es noch mehr will, als er klingen will, als sei es ihm egal. Was die Singles liefern, ist Behaglichkeit, die warme Vertrautheit einer Band, die genau weiss, was sie ist. Was sie noch nicht liefern, ist der Ruck, das Gefuehl, dass dies existieren musste. Reality Awaits koennte durchaus ein sehr gutes Strokes-Album sein. Ob es ein unverzichtbares ist, das ist die Luecke, die sie seit etwa 2003 zu schliessen versuchen.
Wenn The Strokes in einen Groove finden, macht es fast niemand besser, und die beiden Singles beweisen, dass die Chemie intakt ist und die Melodien noch immer muehelos kommen. Rick Rubin weiss, wie man einer grossartigen Band aus dem Weg geht, und lockerere, gluecklichere Strokes sind etwas wirklich Schoenes, das man zurueckhaben darf.
Graded on the world's harshest curve
โThis is the seventh album from a band whose debut Is This It still defines them, and every release since gets measured against 2001 rather than on its own terms.โ
The fix ย Lean all the way into the looser, happier identity the singles hint at instead of chasing the ghost of the first record.
Loose can shade into coasting
โAlbert Hammond Jr. promised a record looser than The New Abnormal, and titles like Psycho Shit and Going to Babble On read as a band amusing itself first.โ
The fix ย Keep the looseness but aim at least a couple of songs squarely at the jugular, the way the early singles always did.
Think your track survives me? Drop a link.
A full teardown from โฌ2,99. No mercy.