Dinner Party
Niall Horan · Pop Rock
“Niall hat ein Album gemacht, das so harmlos ist, dass selbst meine Verachtung daran abrutscht. Zwölf Songs, null Pulsspitzen, das Audio-Äquivalent von Zimmertemperatur.”

Dinner Party ist das musikalische Äquivalent eines Gastes, der exakt pünktlich erscheint, eine ordentliche Flasche Weißwein aus dem mittleren Regal mitbringt, zweimal das Essen lobt und geht, bevor jemand ein Gähnen vortäuschen muss. Niall Horans viertes Soloalbum liefert zwölf Tracks aggressiv gefälligen Pop-Rock, der keine Verbrechen begeht, weil er das Haus nie verlässt. Jede Gitarre ist sonnendurchflutet, jede Melodie landet genau dort, wo das Ohr sie erwartet, und jeder emotionale Einsatz wurde glattgeschliffen bis zur Textur einer Hotelbettdecke. Es ist Handwerk, das gestehe ich ihm zu, aber um Track sieben herum wurde mir klar, dass ich keinen einzigen Moment nennen konnte, der etwas riskiert oder auch nur die Stimme hebt. Kohärent, sicher, so wie Beige kohärent ist. Eine Dinnerparty, bei der alles in Ordnung ist und man mit etwas mehr Hunger nach Hause fährt, als man kam.
Ehre, wem Ehre gebührt: Der Mann schreibt Melodien, die hängen bleiben, ohne zu betteln. Die Hooks von Little More Time und dem Titeltrack sind aufrichtig warm, die Produktion ist sauber, ohne steril zu sein, und Horans Stimme hat eine entspannte Souveränität gefunden, die dieser Siebziger-Softrock-Palette wunderbar steht. Als Hintergrundmusik für eine echte Dinnerparty ist das Album nahezu makellos, und es gibt schlimmere Vermächtnisse als verlässliche Lieblichkeit.
Aggressive pleasantness is still a choice
Stakes lower than the dessert table
Twelve tracks, one texture
Think your track survives me? Drop a link.
A full teardown from €2,99. No mercy.