🎧 Music Roast

Florescence

Maisie Peters · Pop / Singer-Songwriter

Sein drittes Album "Florescence" zu nennen, während die Songs selbst meist halb erblüht bleiben, ist ein Titel, den nur eine Literaturabsolventin wagt und nur eine PR-Frau verteidigt.

6.0/ 10
Cynical Sally roasts the music

"Florescence" ist ein durchaus kompetentes drittes Album einer durchaus kompetenten britischen Popsängerin, die nun schon so lange kurz vor dem Durchbruch steht, dass diese Schwelle selbst zu ihrem Genre geworden ist. Maisie Peters schreibt jenen bekenntnishaften, geistreichen, leicht literarischen Pop, der genau in der Mitte des Venn-Diagramms zwischen Taylor Swift, Gracie Abrams und Olivia Rodrigo sitzt, nur dass sie es mit der Höflichkeit von jemandem tut, der den Barista noch beim Namen kennt. Die Songs sind sauber gebaut, jede Zeile endet auf einer cleveren Wendung, die als TikTok-Caption brilliert und im echten Leben weniger. Die Produktion ist sauberer Akustik-Lack, gebürstete Drums, geschichtete "Ooh"s, ein Klavier, das exakt vertraglich pünktlich erscheint. Unmöglich nicht zu mögen. Auch unmöglich, zwanzig Minuten später noch eine Melodie zu erinnern, und das ist der Fluch der siebtmeist empfohlenen Künstlerin in einem Algorithmus, der einen nie wirklich überraschen will.

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The bright side

Sie ist ehrlich eine der schärfsten Textdichterinnen in dieser Spur, und wenn sie eine Zeile atmen lässt statt sie zu dekorieren, landen die Songs. Das Album ist von jemandem sequenziert, der noch an Alben glaubt, was selten wird. Und der Sheeran-Cosign hat ihr die Freiheit gekauft, das Album zu machen, das sie wollte.

The issues (3)
01

The Crowded Lane Problem

02

The Sheeran Cosign Is Doing Quiet Damage

03

The Title Is Writing a Cheque the Songs Cannot Cash

Your turn

Think your track survives me? Drop a link.

A full teardown from €2,99. No mercy.

Printed with disdain · Cynical Sally