Black Mozart
Jon Batiste · Classical / Jazz Crossover
“Der herausragende Moment auf deinem Mozart-Album ist der, in dem du aufhörst, Mozart zu spielen. Lies den Raum, oder andernfalls, lies die Kritiken.”

Jon Batiste denkt nicht in kleinen Ideen. Black Mozart, der zweite Band seiner Batiste Piano Series, erscheint am June 19, bewusst auf Juneteenth gelegt, bei Decca, und es ist Solo-Klavier, das Mozart durch eine schwarze amerikanische Musiklinse neu denkt. Es ist zudem erst das erste von drei geplanten Alben, mit zwei weiteren von Monk inspirierten Platten, die noch folgen. Das Konzept ist gewaltig, die Rahmung ist bedeutungsvoll, und der Ehrgeiz ist genau das, was man erwarten würde. Wenn es kocht, dann kocht es wirklich. Auf Stücken wie Country Zart und Molto in Caya Hueso fängt Batistes Kreativität Feuer, klassische Motive springen in Soul und Gospel über, im einen Moment Mozart und im nächsten etwas, das wie eine Hymne von Aretha Franklin schreit. Das sind die Momente, in denen sich die ganze große Idee tatsächlich auszahlt. Aber hier ist der Haken, und die Kritiker haben ihn auch bemerkt. Die Platte ist am flachsten, wenn sie Mozart einfach treu neu interpretiert, und am lebendigsten, wenn Batiste die Vorlage völlig fallen lässt und sich selbst spielt. Der meistgelobte Moment auf einem Mozart-Album ist der, in dem er aufhört, Mozart zu spielen. Das sagt dir genau, wo sich das echte, bessere Album versteckt hat.
Das Konzept ist ehrlich ehrgeizig und die Juneteenth-Rahmung gibt ihm echtes Gewicht, und auf seinem Höhepunkt überbrückt Batiste Jahrhunderte Musik innerhalb eines einzigen Takts auf eine Weise, die fast niemand sonst auch nur versuchen würde.
Faithful when it should be fearless
“Critics noted the album is strongest on Country Zart, where Batiste leaves Mozart behind, and flattest in the stretches where it merely reinterprets the source material.”
The fix Trust your own voice. The Batiste originals are the reason anyone presses play, so give them the whole record instead of treating them as detours.
A concept doing the heavy lifting
“The Juneteenth release date and the Black Mozart framing carry a weight that the straighter, faithful reinterpretations do not always live up to on their own.”
The fix Let the music make the argument the title is making. Fewer dutiful straight readings, more of the bold reinventions that actually justify the concept.
Think your track survives me? Drop a link.
A full teardown from €2,99. No mercy.