The Verdict
Jennifer Kent, dein Erstlingsfilm spielte bescheidene 7 Millionen auf rund 2 Millionen ein und wurde dann still zu einem der einflussreichsten Horrorfilme seiner Ära. Das ist der Teil, der zählt. Das Pop-up-Buch-Monster ist der Aufhänger, aber jeder, der dich gesehen hat, kennt den eigentlichen Horror: Das ist ein Film über Trauer und Depression mit einem Zylinderhut. Essie Davis als überwältigte, trauernde Mutter gibt eine Darstellung, so roh, dass sie großen Beifall verdiente und den ganzen Film auf ihren zerschlissenen Nerven trägt.
Jetzt der ehrliche Hieb. So stark in die Allegorie zu gehen, bedeutet, dass deine buchstäblichen Schrecken zurückhaltend sind, und ein Teil der Horror-Menge wollte, dass das Monster mehr monstert. Das Kind ist von Natur aus anstrengend, Zeit damit zu verbringen, was der Punkt ist und auch ein echter Ausdauertest fürs Publikum. Deine Symbolik ist potent, aber nicht subtil: Sobald der Babadook im Keller wohnt, erzählt sich die Metapher praktisch von selbst. Du bist ein psychologisches Drama, das gelegentlich den Boogeyman hereinlässt, und diese Balance befriedigt Zuschauer nicht, die rein zum Erschrecktwerden kamen.
Die Sonnenseite ist dein Vermächtnis, und es ist gewaltig. Du hast bewiesen, dass Horror das ehrlichste Genre sein kann, um über Trauer zu sprechen, dass ein Monster eine Stimmungsstörung sein kann, mit der man leben lernt, statt sie zu besiegen. Die Kritiker gaben dir genau dafür einen Metascore von 86. Und im seltsamsten Sieg der Horror-Geschichte entkam der Babadook dem Film völlig und wurde zur unwahrscheinlichen LGBTQ-Pride-Meme-Ikone. Du hast nicht nur einen Gruselfilm gemacht. Du hast ein Wesen geschaffen, das seiner eigenen Geschichte entwuchs, was der Traum ist.
What it nails
- ▲Essie Davis liefert eine verheerende Darstellung als überwältigte, trauernde Mutter
- ▲Liest sich machtvoll als Allegorie für Trauer und Depression statt als buchstäbliches Monster
- ▲Verdiente sich einen Metascore von 86 und wurde enorm einflussreich auf einem rund 2 Millionen Dollar großen Budget
- ▲Das Design des Babadook war ikonisch genug, um als Pride-Meme-Ikone in die Popkultur zu entkommen
What it botches
- ▼Allegorie über buchstäbliche Schrecken zu stellen, lässt Schreckmoment-Fans mehr vom Monster wollen
- ▼Die Kinderfigur ist von Natur aus anstrengend und ein echter Ausdauertest, mit ihr zu sitzen
- ▼Die Trauer-Metapher wird so offen, dass sie sich bis zum Finale fast selbst erzählt
- ▼Seine psychologische Drama-Balance befriedigt Zuschauer nicht, die rein zum Erschrecktwerden kamen
Who it's for
Horror-Fans, die emotionale Bauchschläge und Metapher wollen, und alle, die wissen, dass Trauer das Gruseligste im Haus ist.
Who should skip
Zuschauer, die einen buchstäblichen Kreatur-Film mit häufigen Schrecken wollen, keine langsame Allegorie über Depression.
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