Cynical SallyMovie Review
Cynical Sally

Cynical Sally

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Project Hail Mary

Directed by Phil Lord & Christopher Miller

Ryan Gosling, Sandra Huller, James Ortiz, Lionel Boyce

8.4/10
Sci-Fi / Drama·2026-03-20·Reviewed 2026-03-26
Ryan Gosling redet zwei Stunden mit einer Weltraumspinne und irgendwie hat der ganze Planet geheult. Andy Weir kommt damit einfach immer wieder durch.
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The Review

Eins vorweg: Project Hail Mary hat kein Recht, so gut zu sein. Die Pramisse ist lacherlich. Ein Naturwissenschaftslehrer wacht allein auf einem Raumschiff auf, kann sich nicht erinnern, warum er da ist, und muss die Menschheit vor einem ausserirdischen Mikroorganismus retten, der die Sonne auffrisst. Das ist der Typ Elevator Pitch, mit dem man aus einem Studiomeeting gelacht wird. Aber Andy Weir hat es geschrieben, Phil Lord und Christopher Miller haben Regie gefuhrt, und Ryan Gosling hat beschlossen, dass dies die Rolle ist, in der er sich tatsachlich Muhe gibt. Das Ergebnis ist ein zweistundiger Meisterkurs darin, Nerds zum Heulen zu bringen.

Gosling tragt diesen Film auf seinen Schultern, und er lasst es muhelos aussehen. Die Amnesie-Struktur hatte ein Gimmick sein konnen, aber sie funktioniert, weil Gosling Ryland Grace als Mann spielt, der seine eigene Kompetenz wiederentdeckt, und jeder Heureka-Moment landet mit echtem Gefuhl. Die wahre Magie liegt in der Beziehung zu Rocky, dem Ausserirdischen von 40 Eridani. Ein Wesen, das uber musikalische Akkorde kommuniziert, komplett mit praktischen Effekten und Puppenspiel gebaut, und ihr werdet euch mehr um diese Weltraumspinne scheren als um die meisten menschlichen Filmfiguren dieses Jahrzehnts.

Die Wissenschaft ist grossteils echt, das Pacing ist nahezu perfekt, und der emotionale Payoff im letzten Akt ist auf die bestmogliche Weise verheerend. Wo der Film stolpert, sind die Erd-Flashbacks, die sich wie ein anderer, weniger interessanter Film anfuhlen im Vergleich zum Weltraumstoff. Sandra Huller tut, was sie kann mit der Rolle der Missionskommandantin, aber das Drehbuch gibt ihr nicht genug Material. Trotzdem: Wenn der grosste Makel eines Films ist, dass manche Szenen bloss gut statt aussergewohnlich sind, dann sucht man nach Haaren in der Suppe.

What It Nails

  • +Ryan Gosling liefert seine emotional engagierteste Leistung seit Jahren. Er ist lustig, verletzlich und voll bei der Sache
  • +Rocky ist eine Filmfigur fur die Ewigkeit. Praktische Effekte, musikalische Kommunikation und echte emotionale Tiefe von einem funfbeinigen Alien
  • +Die Wissenschaft ist zuganglich, ohne vereinfacht zu werden. Weirs Drehbuch respektiert die Intelligenz des Publikums
  • +Der letzte Akt liefert einen emotionalen Tiefschlag, der jede Trane verdient. Keine Manipulation, nur verdiente Belohnung

What It Botches

  • -Die Erd-Flashbacks schleppen im Vergleich zur Weltraumhandlung. Zwei verschiedene Filme, die um Leinwandzeit kampfen
  • -Sandra Huller wird unterfordert. Sie ist eine der besten Schauspielerinnen uberhaupt und bekommt die undankbare Expositionsrolle
  • -Manche Amnesie-Enthullungen sind vorhersehbar, wenn man das Buch gelesen hat, was die dramatische Spannung mindert
  • -Die Laufzeit konnte funfzehn Minuten vom Erd-Subplot verlieren, ohne etwas Wesentliches einzubussen
Can you handle it?

Think your work can survive this?

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Who It's For

Alle, die The Martian, Arrival oder Interstellar geliebt haben. Science-Fiction-Fans, die etwas Echtes fuhlen wollen. Menschen, die nicht wussten, dass sie einen ausserirdischen besten Freund brauchen.

Who Should Skip

Wenn harte Sci-Fi euch langweilt und ihr alle zehn Minuten Explosionen braucht, ist das nicht euer Film. Uberspringt ihn auch, wenn ihr euch weigert, offentlich zu weinen, denn das werdet ihr.

Trailer

Marketing Roast

Amazon MGM hat das als 'Vom Autor von Der Marsianer' vermarktet, was technisch stimmt, aber den Film massiv unterschatzt. Die Trailer haben Rocky klugerweise versteckt, was die richtige Entscheidung war, aber auch bedeutete, dass die Halfte des Publikums keine Ahnung hatte, was sie tatsachlich sehen wurde. Das Ergebnis: Mundpropaganda trieb den Film auf 148 Millionen Dollar.

External Scores

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