The Verdict
Scott und Bryan, ihr habt einen Kammerspiel-Horror fuer A24 geschrieben und inszeniert, in dem zwei junge mormonische Missionare an die falsche Tuer klopfen und den finsteren Mr. Reed wartend vorfinden. Es ist ein kleines Setup, groesstenteils ein Ort, und ihr habt es in eine spannende psychologische Pressung verwandelt.
Der Meisterstreich ist Hugh Grant. Ihr habt den am wenigsten naheliegenden Boesewicht des Genres besetzt und seinen Charme zu Bedrohung gerinnen lassen, und es funktionierte so gut, dass es ihm Best-Actor-Nominierungen bei den Golden Globes, den Critics' Choice Awards und den BAFTAs einbrachte. Horror-Darstellungen bekommen selten diese Art Award-Aufmerksamkeit, und seine bekam sie.
Es feierte Premiere beim TIFF und spielte 60 Millionen Dollar weltweit bei einem Budget von 10 Millionen ein. Das ist eine Sechs-zu-eins-Rendite auf einer gespraechigen, abgeschlossenen Idee, was beweist, dass man Intelligenz und Dialog als Horror verkaufen kann, wenn das Schreiben und der Hauptdarsteller so scharf sind.
What it nails
- ▲Hugh Grant gegen den Strich zu besetzen und seinen Charme zu einem wirklich beunruhigenden Boesewicht zu verwaffnen.
- ▲Ein abgeschlossenes, dialoggetriebenes Kammerspiel, das Grauen erzeugt, ohne sich auf Spektakel zu stuetzen.
- ▲Eine Grant-Darstellung, stark genug, um Best-Actor-Nominierungen bei den Golden Globes, den Critics' Choice Awards und den BAFTAs einzubringen.
- ▲Ein Welteinspiel von 60 Millionen Dollar bei einem Budget von 10 Millionen, schlanke Horror-Oekonomie richtig gemacht.
What it botches
- ▼Eine redelastige Ein-Ort-Praemisse testet die Geduld von jedem, der fuer kinetische Schrecken kam.
- ▼Sich so stark auf theologische Debatte zu stuetzen heisst, dass der Horror in Ideen lebt, was nicht jeder Zuschauer will.
- ▼Der abgeschlossene Massstab kann sich fuer jene, die mehr Spektakel erwarten, auf die falsche Art klaustrophobisch anfuehlen.
- ▼Ein so magnetischer Boesewicht riskiert, die Missionare wie Nebenfiguren in ihrer eigenen Tortur wirken zu lassen.
Who it's for
Fans von dialoggetriebenem Psycho-Horror, jeder, der eine grossartige Boesewicht-Darstellung liebt, und Zuschauer, die Ideen wollen, nicht nur Gore.
Who should skip
Leute, die schnelles Tempo und haeufige Schrecken brauchen, und jeder, der gespraechigen Ein-Ort-Horror eher klaustrophobisch als spannend findet.
The whole story lives on the hub
