The Verdict
Hier ist die Sache mit dem originalen Until Dawn: Es war ein albern selbstironischer Teenie-Slasher, den man mit ausgeschaltetem Licht und einem Freund spielte, der den Controller anbrüllte. Dieses Unreal-Engine-5-Remake des Kulthits von 2015 auf der PS4 gibt dir schärfere Gesichter, neue Kameraperspektiven und überarbeitete Grafik, und auf reiner Pixelbasis hast du den Job erledigt. Die Hütte sieht kälter aus. Das Blut sieht nasser aus. Niemand streitet das Glow-up ab.
Das Problem ist die Rechnung. Du bist für 59,99 gestartet, während die originale PS4-Version im selben Store für rund zwanzig Dollar lag, und Kritiker bemerkten es sofort und nannten das eher Remaster als Remake. Wenn eine Vierzig-Dollar-Lücke den Spielern neue Kamerawinkel statt eines neuen Spiels kauft, übernimmt die Mathematik das Rösten für mich. Die OpenCritic-Empfehlungsrate landete bei rund 38 Prozent, und der PS Store hat das später still auf den halben Preis gesenkt, ein Geständnis in Form eines Rabatts.
Und irgendwo im UE5-Glanz ist der trashige Charme ausgelaufen. Viele Kritiker fanden, das Remake habe den wissenden Schund des Originals gegen eine ernstere, generischere Schicht Hochglanz eingetauscht, als hättest du alle Falten aus einem B-Movie gebügelt und dich gewundert, warum es aufhörte, Spaß zu machen. Die Lichtseite ist aber echt: Unter dem Preis-Fiasko steckt immer noch eine der besten verzweigten Horror-Erzählnächte, die man für Geld kaufen kann, und zum halben Preis ist es endlich ein fairer Deal.
What it nails
- ▲Der Unreal-Engine-5-Umbau hebt Gesichter, Beleuchtung und Umgebungsdetails wirklich über das PS4-Original von 2015 hinaus.
- ▲Neue Kameraperspektiven geben der Hütte und dem Berg ein frisches Gefühl von Bildgestaltung und Grauen.
- ▲Der zugrunde liegende verzweigte Slasher bleibt ein großartiges Couch-Horror-Erlebnis, das das Remake intakt übersteht.
- ▲Beim späteren Halbpreis-Rabatt wird es endlich die faire Version, als die es hätte starten sollen.
What it botches
- ▼59,99 verlangt, während die originale PS4-Version für rund 20 Dollar im selben Store verfügbar blieb, eine Preisentscheidung, die Kritiker verrissen.
- ▼Spielt sich eher wie ein Remaster als ein Remake und ließ viele Rezensenten enttäuscht zurück, wie wenig tatsächlich neu ist.
- ▼Verlor viel vom trashigen, selbstironischen Charme des Originals beim Wechsel zu härterem Hochglanz.
- ▼Eine OpenCritic-Empfehlungsrate von rund 38 Prozent spiegelt einen Launch wider, der die meisten Kritiker kaltließ.
Who it's for
Neueinsteiger, die den PS4-Kulthit nie angerührt haben und gern auf den Halbpreis-Rabatt warten, bevor sie die Hütte buchen.
Who should skip
Alle, die das Original von 2015 schon besitzen, denn du hast für Kamerawinkel und eine neue Schicht Farbe bezahlt, nicht für eine neue Nacht auf dem Berg.
The whole story lives on the hub
