The Verdict
Du hast deine ganze Identität um einen wirklich cleveren Trick gebaut: die Dual-Reality-Mechanik, die die reale Welt und die Geisterwelt zur selben Zeit nebeneinander rendert. Das ist ein echter technischer Muskel und eine evokative Idee, die Art Aufhänger, von der ein Studio träumt. Dann hast du es in Gameplay gewickelt, das so dünn ist, dass man eine Zeitung hindurch lesen könnte.
Bei der Präsentation verdienst du dir dein Geld. Die Atmosphäre ist dicht, das Grauen ist echt, und du hast es irgendwie geschafft, Silent Hills eigenen Akira Yamaoka als Co-Komponist zu gewinnen, was ist, als heuerte man einen Sterne-Koch an, um ein Fertiggericht zu garnieren. Wenn The Medium dich verstören will, tut es das. Die Stimmung ist das Produkt.
Aber Stimmung ohne Verben ist ein heimgesuchter Bildschirmschoner. Die Rätsel sind seicht, das Gameplay ist passiv, und die Signatur-Mechanik führt am Ende zwei flache Welten vor statt einer guten. Ein Metacritic von 72 und GamesRadar, das es schlicht schwer zu sehen als irgendetwas anderes als einen Fehltritt nannte, erzählen die Geschichte. Die echte Lichtseite: Der Ehrgeiz und das Audio beweisen, dass Bloober die Vision hatte, und genau dieser Nerv trieb später ihr Silent Hill 2 Remake an. Du brauchtest diesen Stolperer, um laufen zu lernen.
What it nails
- ▲Die Dual-Reality-Mechanik ist eine wirklich neuartige technische Idee, die sonst niemand umsetzte.
- ▲Atmosphäre und Audiodesign landen hart, dichtes Grauen, in dem man sitzen kann.
- ▲Akira Yamaokas mitkomponierte Musik verleiht ihm sofortige Silent-Hill-Glaubwürdigkeit.
- ▲Es bewies, dass Bloober echte Horror-Vision hatte, der Samen, der zu ihrem gefeierten SH2 Remake wuchs.
What it botches
- ▼Das Gameplay ist seicht und passiv, alles Laufen und Zuschauen, wenig Tun.
- ▼Die Rätsel sind zu simpel, um die Spielzeit oder den gruseligen Aufbau zu rechtfertigen.
- ▼Das Dual-Reality-Gimmick ist eine Vorführung, kein System, also hört es schnell auf zu überraschen.
- ▼Gemischte Reviews und ein Metacritic von 72, mit GamesRadar, das es schlicht einen Fehltritt nennt.
Who it's for
Atmosphäre-Jäger, die dünnes Gameplay verzeihen für eine stimmungsvolle, von Yamaoka vertonte Geistergeschichte.
Who should skip
Alle, die echte Rätsel oder tatsächliche Survival-Horror-Spannung wollen, denn das Tun erreicht nie die Stimmung.
The whole story lives on the hub
