The Verdict
Angesiedelt auf einer schottischen Bohrinsel von 1975 in der Nordsee, vom Studio hinter Dear Esther und Amnesia: A Machine for Pigs, ist Still Wakes the Deep das seltene Horrorspiel, das sein Grauen aus einem Ort statt aus einem Monsterschrank bezieht. Story, Atmosphäre, Grafik, Sounddesign und die schottischen Sprechleistungen zogen alle Kritikerlob auf sich, und das zu Recht: Du hast kalten Stahl und dunkles Wasser in eine der überzeugendsten Horror-Kulissen des Jahres verwandelt.
Dann griff ich nach dem Gameplay und meine Hand schloss sich um Luft. Kritiker bemängelten dünne Mechaniken, eine lineare Walking-Sim-Struktur und kurze Spielzeit, was die höfliche Art ist zu sagen, dass die Bohrinsel ein atemberaubender Korridor ist, durch den man meist spaziert, während die Erzählung die Schwerstarbeit macht. Wenn die gruseligste Entscheidung, die du mir gibst, ist, welchen Laufsteg ich als Nächstes entlanggehe, lehnst du dich auf Handwerk, um ein schlankes Design zu übertünchen.
Hier ist die echte Lichtseite, und sie ist groß: Die Nutzer waren mit den Kritikern uneins, und zwar heftig. Die Metacritic-Nutzerwertungen lagen bei rund 8,5 bis 9,4, deutlich über dem Kritikerkonsens, denn für viele Spieler sind diese Atmosphäre und Kürze der ganze Sinn, nicht der Makel. Der Day-one-Launch auf Game Pass und PS Plus war dein klügster Zug, denn ohne Mehrkosten ist eine kurze, wunderschöne, perfekt getaktete Horror-Geschichte ein leichtes Ja.
What it nails
- ▲Story, Schreibe und die Prämisse der dem Untergang geweihten Bohrinsel landen mit echtem emotionalem Gewicht und Grauen.
- ▲Atmosphäre, Grafik und Sounddesign machen die Nordsee-Bohrinsel von 1975 zu einer der besten Horror-Kulissen des Jahres.
- ▲Die authentischen schottischen Sprechleistungen erden die Besetzung und verdienten sich gezieltes Kritikerlob.
- ▲Der Day-one-Launch auf Game Pass und PS Plus ließ ein kurzes Premium-Erlebnis wie ein Schnäppchen wirken.
What it botches
- ▼Dünnes Gameplay lehnt sich schwer auf Laufen und gescriptete Momente statt auf bedeutsame Mechaniken.
- ▼Eine lineare Walking-Sim-Struktur lässt wenig Raum für Spielerfreiheit oder Survival-Entscheidungen.
- ▼Die kurze Länge bedeutet, dass das Erlebnis vorbei ist, bevor sich die Kulisse für manche Spieler voll auszahlt.
- ▼Der Kritikerkonsens landete trotz des offensichtlichen handwerklichen Könnens nur gemischt bis positiv.
Who it's for
Spieler, die eine schöne, spannende, storyzentrierte Horror-Nacht wollen und Atmosphäre über Inventarverwaltung schätzen, besonders im Abo.
Who should skip
Alle, die ein Survival-Horror-Spiel an seinen Systemen, Ressourcenknappheit und Kampf messen, denn davon gibt es hier kaum etwas.
The whole story lives on the hub
