The Verdict
Du hast das Mutigste getan, was ein Milliarden-Franchise tun kann: Du hast zugegeben, dass du den Faden verloren hast. Nachdem RE5 und RE6 Survival-Horror in einen kooperativen Actionfilm mit gelegentlichem Zombie verwandelten, hast du die Kamera von Chris Redfields Schulter gerissen, sie in eine First-Person-Ansicht geklatscht und mich in das verrottende Anwesen der Baker-Familie in Louisiana geschoben. Das Ergebnis ist wirklich gruselig, das Wort, nach dem Kritiker immer wieder griffen, und das Verängstigtste, was diese Serie seit über einem Jahrzehnt jemandem antat.
Der First-Person-Wechsel war kein Gimmick, er war eine These. Eingesperrt in ein einziges verfallenes Haus mit einer Familie, die nicht tot bleibt, hast du Klaustrophobie, Ressourcenknappheit und das kalte Grauen, Schritte zu hören, die man nicht sehen kann, neu gebaut. Hier wurde auch die RE Engine geboren, das Fundament, auf dem jedes folgende Resident Evil und Remake stehen würde. Du hast nicht nur ein gutes Spiel gemacht. Du hast den Beton gegossen, auf dem das nächste Jahrzehnt des Franchise gebaut ist.
Es ist nicht makellos, und die Risse zeigen sich spät. Kritiker bemängelten einen schwächeren letzten Akt, wo die akribische Spannung, die du in der Küche gebraut hattest, einem konventionelleren, weniger erschreckenden Finale weicht. Aber die Langzeit-Zahlen klären die Sache: über 13,7 Millionen Exemplare und über eine Million verkauft, jedes einzelne Jahr, acht Jahre in Folge. Das ist kein Hit, das ist eine Heimsuchung, die sich weigert zu weichen. Du hast die Leute einmal erschreckt, und sie kamen immer wieder, um es erneut zu fühlen.
What it nails
- ▲Brachte das Franchise zurück zu seinen Survival-Horror-Wurzeln, nachdem RE5 und RE6 in Action-Gefilde abwanderten.
- ▲Der First-Person-Wechsel macht das Baker-Anwesen wirklich gruselig und klaustrophobisch, genau wie Kritiker lobten.
- ▲Startete die RE Engine, das technische Fundament für jedes Resident Evil, das folgte.
- ▲Langzeit-Kommerz-Monster: über 13,7 Millionen Exemplare und über eine Million jährlich verkauft, acht Jahre in Folge.
What it botches
- ▼Der letzte Akt ist das schwache Glied und tauscht sorgfältig aufgebautes Grauen gegen einen konventionelleren Abschluss.
- ▼Der Wechsel zu einem einzigen Familien-Anwesen heißt, die zweite Hälfte kann den intimen Schrecken des Auftakts nicht halten.
- ▼First-Person-Neulinge der Serie mussten neu lernen, wie sich Resident Evil überhaupt anfühlt.
- ▼Alle Schrecken an einem Ort anzusiedeln riskiert die Spätspiel-Vertrautheit, die die Angst abstumpft.
Who it's for
Du willst den Moment, in dem Survival-Horror sich daran erinnerte, gruselig zu sein, in der First-Person, in einem Sumpf.
Who should skip
Du liebst nur die felsenstemmende Action-Ära und brauchst ein Finale so stark wie sein Auftakt.
The whole story lives on the hub
