The Verdict
Du hast die RE Engine genommen, auf 1999 gerichtet und Raccoon City wunderschön brennen lassen. Die Grafik, der Sound, das Tempo: alles scharf, alles selbstbewusst. Die neu gestalteten Nemesis-Verfolgungssequenzen sind die besten der Serie, ein massiver Albtraum, der einen Sprint durch eine Hintergasse in einen Herzinfarkt verwandelt, den man tatsächlich noch mal erleben will. Für die wenigen Stunden, die du es laufen ließest, ist das einiges vom aufregendsten Survival-Horror, das du je ausgeliefert hast.
Und da ist das Hohnlächeln: Du hast es ein paar Stunden laufen lassen. Die häufigste Beschwerde, und sie ist berechtigt, ist, dass du Inhalt aus dem Original geschnitten hast. Der Uhrturm ist weg, die Nemesis-Begegnungen sind gestutzt, und die Kampagne ist vorbei, bevor sie sich ihre Gänsehaut verdient. Du hast mir einen Marathon durch eine sterbende Stadt verkauft und mir einen sehr hübschen 100-Meter-Sprint gegeben. Ich wollte länger Angst haben, und du hast immer wieder Ausgangstüren geöffnet.
Dann ist da Resident Evil: Resistance, der asymmetrische Multiplayer-Modus, den du beigepackt hast, um die Schachtel zu füllen. Er hat alle gespalten, was die höfliche Art ist zu sagen, dass der halbe Raum mit den Schultern zuckte. Die Lichtseite bleibt aber hell: Das ist immer noch eine wunderschöne, kinetische, erschreckende Fahrt, und das am wenigsten essenzielle RE-Engine-Remake ist immer noch besser als die beste Arbeit der meisten Studios. Du hast kein schlechtes Spiel gemacht. Du hast ein großartiges gemacht, das meine Zeit etwas zu sehr respektiert.
What it nails
- ▲Die neu gestalteten Nemesis-Verfolgungssequenzen sind die aufregendsten Jagd-Set-Pieces, die die Serie je inszeniert hat.
- ▲Grafik und Sounddesign tragen die RE Engine in ein wunderschönes, grauengetränktes Raccoon City.
- ▲Das Tempo innerhalb jeder Szene ist messerscharf: spannend, kinetisch, kein verschwendeter Beat, solange es läuft.
- ▲Es startete dennoch stark und beweist, dass die Remake-Maschine Action-Horror so gut kann wie langsames Grauen.
What it botches
- ▼Zu kurz: Die Kampagne endet weit bevor sie sich das Wohlwollen verdient, das sie aufbaut.
- ▼Geschnittener Inhalt gegenüber dem Original von 1999, am schmerzhaftesten der fehlende Uhrturm.
- ▼Weniger Nemesis-Begegnungen als im Original, was dein eigenes bestes Monster verschwendet.
- ▼Resident Evil: Resistance war ein spaltender Beipack, der das Paket mehr füllte als irgendjemandem gefiel.
Who it's for
Spieler, die den kinetischsten, nervenaufreibendsten Verfolgungs-Horror im RE-Remake-Katalog wollen und eine kurze Fahrt nicht stört.
Who should skip
Alle, die ein Survival-Horror-Spiel an Stunden im Dunkeln messen und es übelnehmen, Vollpreis für das kürzeste RE-Remake zu zahlen.
The whole story lives on the hub
